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Temmuz 21, 2010, 08:43:46 ÖS
  • Skoç Riti Masonu
  • Uzman Uye
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  • Cinsiyet: Bay

Ist die Freimaurerei eine Religion?


Wir Freimaurer pflegen die Rituale. Von den meisten Brüdern werden unsere Rituale als integrales Element der Freimaurerei betrachtet. Rituale sind ohne Zweifel und vor allem, wenn man sie die ersten Male miterleben darf, wenn sie noch neu sind, feierliche, eindrückliche und tiefsinnige Ereignisse. Sind die Rituale nur ihrer Form wegen so feierlich, oder trägt der Inhalt ein Wesentliches dazu bei? Mit Bezug auf die symbolische Ebene kann berechtigterweise behauptet werden, dass der kubische Stein zuerst einmal seiner Form wegen als Baustein des Welt umspannenden Tempels taugt, aber ohne gutes Material wertlos wäre.

Mit den Ritualen schaffen wir einen geschützten Rahmen, in dem Kräfte und Energien geschöpft werden. Es sind Kräfte, die wir eigentlich alle schon in uns bergen, die aber oft verschüttet sind. Mit den symbolischen Handlungen in den Ritualen setzen wir in der sichtbaren Welt Zeichen, die in der unsichtbaren Welt, das heisst in der Welt der Gefühle und des Geistes, heilende Kräfte wachrufen sollen.

Rituale geben uns Orientierung in unserer unsicheren, oft verwirrenden Welt und vermitteln das Gefühl, in einer Gemeinschaft geborgen zu sein. Insbesondere die spirituellen Perspektiven des Meisterrituals oder des Trauerrituals lassen die Vorstellung entstehen, dass menschliches Dasein in etwas Grösserem eingebettet ist, in etwas, was den Tod überdauert.

Damit rücken wir dicht an die Grenze zur Religion oder haben diese bereits überschritten, und doch wird immer wieder behauptet, die Freimaurerei sei keine Religion und ebenso wenig ein Religionsersatz. Zu den wesentlichen Verdiensten der Religion zählt der Abbau der Angst vor der Unsicherheit des Daseins, aber auch die Vermittlung von Hoffnung über den Tod hinaus. Das ist die eine Seite. Die andere Seite stellt das pure Gegenteil dar, wenn sie den Teufel an die Wand malt, die armen Seelen im Fegefeuer schmoren lässt und die Höllenqualen in allen möglichen Schattierungen zu illustrieren versteht.

Religion befasst sich wie die Freimaurerei mit den grossen Fragen des Lebens, mit der Frage nach dem Ursprung, nach der Geschichte einerseits und mit der Frage nach der Zukunft des Menschen andererseits. – Woher komme ich? Wohin gehe ich? – Bei der Antwort auf diese Fragen zeichnet sich zwischen Freimaurerei und Religion ein erheblicher Unterschied ab.

Die Religion gibt eine klare Antwort, und sie sucht nach Menschen, die daran glauben. Demgegenüber lässt die Freimaurerei die Frage unbeantwortet und sucht nicht Gläubige, sondern Denker, um die Fragen einer schlüssigen Antwort näher zu bringen. Eine Religion verfügt über ein verbindliches Wertsystem. Dieses System vermittelt Vorstellungen darüber, was richtig und falsch und was gut und böse ist, wie man zu handeln und in mancher Hinsicht auch zu denken hat. Damit wird deutlich, dass sich nicht nur die Freimaurerei, sondern auch die Religion mit ethischen Fragestellungen auseinandersetzt. In ihrem Internetauftritt distanzieren sich die Basler Freimaurer-Logen entschieden davon, die Freimaurerei mit einer Religion oder einem Religionsersatz gleichzusetzen. Sie halten die Freimaurerei für eine Lebensschule, eine Lebenshaltung und eine Philosophie. Weiter machen sie geltend, dass die Freimaurer jegliches Dogma und jegliche Ideologie ablehnen. Die Rituale der Freimaurer seien keine religiösen Handlungen und frei von Offenbarungen – sie seien von Menschen geschaffen. Sie würden im Übrigen nichts enthalten, was der Vernunft widerspreche.

Über das Verhältnis der Freimaurerei zur Religion gibt auch ein Dokument Auskunft, das im Juni 1983 von der Vereinigten Grossloge von England angenommen wurde und den Titel «Freimaurerei und Religion» trägt. Daraus möchte ich ein paar ergänzende Aussagen zitieren:

– Die Freimaurerei verlangt von ihren Mitgliedern den Glauben an ein höchstes Wesen, vermittelt aber kein Glaubenssystem.
– Die Freimaurerei ist offen für Menschen aller Glaubensbekenntnisse.
– Die Bezeichnung für das «Höchste Wesen» erlaubt Männern unterschiedlicher Glaubensbekenntnisse, sich im gemeinsamen Gebet zu vereinigen, – jeder zu dem Gott, den er sich vorstellt
– Es gibt keinen besonderen freimaurerischen Gott, der Gott eines

Freimaurers bleibt der Gott des Bekenntnisses, dem er angehört. In den Grundsätzen der Schweizerischen Grossloge Alpina steht geschrieben: «Der Freimaurerbund arbeitet zu Ehren des allmächtigen Baumeisters aller Welten». Die Anerkennung einer Transzendenz rechtfertigt nicht nur moralische und ethische Wertmassstäbe, sondern verleiht dem menschlichen Dasein einen tieferen Sinn. Wenn ein Bruder stirbt, wird seiner in einer Trauerloge gedacht. Wir wissen, dass der Allmächtige Baumeister aller Welten ihn «zu höherer Arbeit» in den «Ewigen Osten» gerufen hat. Über konkrete Jenseitsvorstellungen sagt die Freimaurerei allerdings nichts, sondern überlässt auch diese jedem einzelnen Bruder.

Es ist nun an der Zeit sich zu fragen, was Religion denn eigentlich bedeutet, was sie charakterisiert. Der Begriff «religio» hat in der lateinischen Sprache schon die unterschiedlichsten Bedeutungen verpasst bekommen: Gottesfurcht, Frömmigkeit, Heiligkeit, aber auch Rücksicht, Bedenken, Skrupel, Gewissenhaftigkeit oder Aberglaube. Die Bezeichnung religare bedeutet im Lateinischen anbinden, zurück binden, aber auch festhalten oder an etwas festmachen. Gemäss der Enzyklopädie Wikipedia konnte bisher keine Religionsdefinition allgemeine Anerkennung finden. Auch in der Religionswissenschaft existieren viele unterschiedliche Definitionen nebeneinander. Beispielsweise wird Religion oftmals als ein in grösseren Bevölkerungsgruppen verankertes System von Vorstellungen über die Existenz von Gegebenheiten jenseits des sinnlich Erfahrbaren bezeichnet. Die durch die Religion überlieferte Welterklärung beziehungsweise Anleitung zur Lebensbewältigung wird in der westlichen Welt häufig mit der Kurzformel «Glaube» zusammengefasst. Dabei handelt es sich um den Glauben an eine oder mehrere persönliche oder auch unpersönliche transzendente Wesenheiten, zum Beispiel eine Gottheit, Geister oder Ahnen, oder es geht um andere Vorstellungen, wie Nirwana und Jenseits. Einige Religionen beruhen auf philosophischen Systemen, beispielsweise der Buddhismus, bei anderen ist die Spiritualität stark ausgeprägt, der Katholizismus zählt dazu. Den meisten Religionen sind Symbolsysteme und Rituale eigen.

Auf dem von mir gezeichneten Hintergrund die Behauptung aufzustellen, dass die Freimaurerei keine Religion und auch kein Religionsersatz sei, erscheint mir, gelinde gesagt, zumindest fragwürdig. Ich meine, dass ein Gedankenaustausch zu dieser Thematik lohnenswert wäre. Meine Absicht war, zuerst einmal ein paar einschlägige Überlegungen zu bedenken zu geben.


Temmuz 23, 2014, 10:03:33 ÖS
Yanıtla #1
  • Ziyaretçi

Eine wertvolle Erklärung. Dazu möchte ich etwas beitragen.

Die FM ist keine Religion, verlangt nur den Glauben an Gott und daran, dass Mensch seiner (Führung) bedarf.
Die FM lehrt, dass es einen Gott gibt und dass der Mensch ver­schiedene Arten hat, sich an ihn zu wenden und ihn zu beschreiben (religiöse Freiheit).
Der FM fehlen die grundlegenden Elemente für eine Religion, weil sie kein Dogma, keine Theologie und schließlich keine Heilslehre besitzt.

Die FM ist eine Kunst; die Kunst, das menschliche Leben harmonisch zu gestal­ten; die Kunst, sich selbst ins richtige Verhält­nis zum Mitmenschen zu setzen.
Der Freimaurerbund bezweckt die Pflege des Guten, Wahren und Schönen im Menschen.
Der Freimaurerbund ist eine Vereinigung von Männern, die sich in dieser Kunst üben.
Die FM erkennt die Existenz eines höheren Wesens, den „großen Baumeister aller Welten (G.B.a.W.)“ als Ver­körperung von Weisheit, Schönheit und Stärke an.
Der Freimaurerbund achtet jede aufrichtige und selbstlose Überzeu­gung und verwirft die Verfolgung Andersgläubiger.
Der Freimaurerbund fordert von seinen Mitgliedern, dass sie alle Menschen achten.
Der Freimaurerbund fordert von seinen Mitgliedern, dass sie ein­ander zur Seite stehen.
Der Freimaurer wertet einen Menschen nicht nach dem, was dieser ist oder hat, sondern nach dem wer dieser ist.
Der einzelne Freimaurer soll außerhalb der Loge zum Träger der freimaurerischen Ideale werden.
Der Freimaurer soll seiner freien Überzeugung folgen und dieselbe in Wort und Schrift zum Ausdruck bringen.


 

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